48 Stunden Guide Wien: Tag 1

In Wien scheinen Tradition und Geschichte allgegenwärtig und das Tempo ist gemütlicher als in der deutschen Hauptstadt- davon darf man sich jedoch nicht täuschen lassen, denn auch die WienerInnen verstehen sich aufs Feiern. Wie ihr in 48 Stunden die Vielfalt Wiens in vollen Zügen genießen könnt, erfahrt ihr in meinem Wien Guide. Viel Spaß!

Meinen perfekten Tag in Wien beginne ich mit einer schönen Tasse Kaffee im Café Radlager, von dem ich bereits ausführlich in meinem Wien Café Guide berichtet habe. Von dort aus spaziere ich an dem prächtigen Gebäude der Technischen Universität vorbei zur barocken Karlskirche. Gerade im Sommer, oder in den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, lässt es sich schön vor der Kirche auf einer der Bänke sitzen.

 

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Mein Weg führt mich weiter zum Hauptwerk des Wiener Jugendstils, der Secession. Dieses Bauwerk diente ab dem Jahr 1897/98 einer Gruppe avantgardistischer Künstler, die sich „Wiener Secession“ nannte, als Ausstellungsgebäude. Ich habe mir sagen lassen, dass die Kuppel einst als Krautschopf verspottet wurde, was bei näherer Betrachtung nicht allzu weit hergeholt zu sein scheint.

 

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Als nächstes schlendere ich zum Naschmarkt, auf dem es frisches Gemüse, exotisches Obst, Trockenfrüchte, Antipasti und Fisch und Fleisch zu erstehen gibt. Auf diesem Markt darf ausdrücklich genascht werden, da die HändlerInnen kleine Kostproben über die Theke reichen, um die Kunden und Kundinnen von der Qualität ihrer Waren zu überzeugen. Der Markt ist wuselig, bunt und laut und ständig hat man einen anderen guten Geruch in der Nase. Neben den vielen Ständen gibt es auch kleine Gastbetriebe, in die man sich bei schlechterem Wetter setzen kann.

 

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Eingedeckt mit Oliven, Fladenbrot, Aufstrichen aus Feta, Spinat und getrockneten Tomaten sowie Früchten, die ich vorher noch nie gesehen habe, mache ich mich auf dem Weg zum Museumsquartier, um dort auf einer der Sitzgelegenheiten im Innenhof ein Picknick zu genießen.

Auf dem Weg dorthin muss ich aber ein Foto von den unglaublich niedlichen Ampelpärchen machen:

 

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Ampelmänner-Liebe

 

 

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Das Museumsquartier

 

 

Das Museumsquartier beherbergt mehr als 20 Museen, wobei ich euch nach der kleinen Stärkung einen Besuch des Leopold-Museums empfehle. Hier könnt ihr die weltweit größte Schiele-Sammlung sehen und die berühmtesten Werke von Gustav Klimt bewundern. Wer sich auf dem Naschmarkt etwas zurück gehalten hat, kann zudem im Museumscafé einen fantastischen Apfelstrudel essen.

Mit vollem Apfelstrudelbauch geht es weiter über den Heldenplatz zur Hofburg. Von hier aus wurde das Imperium des Habsburgerreiches mehr als sieben Jahrhunderte lang regiert und noch bis zum Jahr 1918 lebte die Kaiserfamilie in der Hofburg. Die Spanische Hofreitschule, die der Hofburg angeschlossen ist, besteht noch immer.

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Als nächstes steure ich die barocke Pestsäule an, die nach einer Pestepidemie im Jahr 1679 errichtet wurde, um weiter zum Stephansdom zu gelangen.

 

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Der Stephansdom gilt als das Wahrzeichen Wiens und als bedeutendstes gotisches Bauwerk Österreichs. Wer ein bisschen Sportsgeist zeigt und 3,50 € zahlt, kann die 343 Stufen des Südturms erklimmen und den Ausblick über die Stadt genießen.

 

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Der „Steffl“

So ein Aufstieg macht hungrig, deshalb suche ich am Abend das Amerling Beisl in der Stiftgasse 8 auf. Ein Beisl ist ein österreichisches Gasthaus, in dem es traditionelle Küche gibt. An lauen Sommerabenden kann man hier herrlich im Innenhof sitzen und zu moderaten Preisen speisen. Die Knödel mit Ei für 6,90 € sind sehr zu empfehlen.

Mit dieser guten Grundlage mache ich mich auf den Weg zum phil und gieße einen Kaiserspritzer in meinen Knödelbauch und schaue mir das Wiener Hipstervolk an.

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Davon treffe ich noch mehr im Badeschiff unweit des U-Bahnhofs Schwedenplatz. Hier wird unter Deck zu Electro getanzt und anschließend die Nacht mit einer Eitrigen (einer Wurst mit Käsefüllung) für die Lieblingswienerin und einer Portion Pommes für mich am Würstelstand beendet.

Ich freue mich schon darauf auch den zweiten Tag in Wien mit euch zu verbingen, dann fahren wir raus ins Grüne, schauen uns die Stadt von oben an und trinken ein Gösser an der Donau.

Bis dahin,

ciao tschüss und baba,

euer zugvogelmädchen

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11 Kommentare zu „48 Stunden Guide Wien: Tag 1

  1. Ich komme aus Wien und finde es immer sehr spannend, wie andere Menschen Wien so finden. Schön, dass es dir gefallen hat 🙂 ich muss direkt mal die Lokalitäten ausprobieren, die du erwähnt hast!

    Gefällt 2 Personen

  2. ganz ehrlich es ist schon ein paar Jahre her und soweit ich das noch in Erinnerung habe gab es in der Innenstadt kein Feuerwerk, bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Was ich aber 100%ig weiß war der Silvesterpfad und um 24 Uhr spielte man den Wiener Walzer vor dem Rathaus und alle Leute tanzen ihn.

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